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“Pimp my watch” von chronofisti
Hier habe ich mich mal wieder als Uhr-Macher versucht.
Dieses Mal hatte ich eine Werbe-Uhr von MADISON, eine sog. „U-Boot-Uhr“, die ich für 13,- EUR zzgl.
eines 3-Monats-Abo für das "Manager Magazin" erhalten hatte. Mir gefiel die Kronenkappe...
Ursprünglich befindet sich ein einfaches Miyota - Quarzuhrwerk, Kaliber 2115 mit Datum unter
dem cremefarbenen Zifferblatt.
Geplant ist der Einbau eines Handaufzugswerkes des UNITAS 6497-Nachbau von Seagull, Kaliber 3600/3620:
Als wichtigstes ist es natürlich ein passendes Zifferblatt zu suchen, denn das vorhandene
MADISON-Blatt hat nicht die Passform für ein Taschenuhrwerk, aber die „Bucht“ hilft hier weiter –
ich entscheide mich aber nicht für ein schwarzes Flieger-ZB, sondern für ein weißes, da ich den Stil einer
Marine-Decksuhr realisieren möchte.
Idealer Weise hat dieses Zifferblatt genau den Innendurchmesser des Gehäuses,
38,50 mm. So müssen keine Zwischenringe kreiert werden. Beim Ausmessen stelle ich jedoch fest,
dass die Achsenhöhe der Aufzugswelle zum Kronentubus zwischen Quarz- und Handaufzugswerk um 0,40 mm differiert.
Also doch eine Kunststoffscheibe zum Ausgleich zwischen Zifferblatt und Gehäuseauflager anfertigen:
Das Ergebnis liegt nun im Gehäuse, hebt das Zifferblatt an und kann die korrekte Höhe zwischen
Aufzugswelle und Gehäusetubus sicherstellen.
Und nun die Zeiger. Hier bieten sich preiswerte Zeiger von diversen China-Artikeln an,
wie z.B. Exemplare für die „Marina Militare“-Uhren – natürlich wieder aus der „Bucht“.
Die kleine Sekunde finde ich später noch in alten Uhrenersatzteilen...
Jetzt kann das Werk eingeschalt werden:
Als Werkhalterung kommt der Zuschnitt eines Plastikdeckels von einer Zigarettentabakdose zum Einsatz.
Übrigens ein wirklich universell einzusetzendes Hilfsmittel.
So können die Lücken zwischen Werk-Gehäuse und Werk-Sprengdeckel geschlossen werden:
Nun muß noch die Aufzugswelle gekürzt werden, und die Behelfskrone gegen eine kleinere getauscht werden,
damit die Schraubkappe über die Krone gestülpt werden kann. Aber für die „dicke“ Aufzugswelle mit
1,20 mm finde ich nichts. Also die vorhandene Krone von 7,50 mm auf 4,00 mm runterfeilen, und dann
noch Kerben einschleifen...
Vom Austausch des Uhrenglases habe ich abgesehen, auch wenn die Datumslupe für dieses Uhrwerk nutzlos ist
– so habe ich mein eigenes Logo auf das Zifferblatt drapiert:
Nun sollte noch ein sportliches Lederarmband dazu – fertig ist die zweite, selbst „gemachte“ Uhr:
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