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Dokumentation: Entstehung einer Handaufzugsuhr
Da mich schon viele User hier gebeten haben mal einen Uhrenbau von
Anfang an bis Ende zu zeigen habe ich mal anhand von Bildern (Bitte
nicht auf die Qualität achten, mit Stativ, Selbstauslöser und
Automatikmodus gemacht) dokumentiert welche Schritte notwendig sind für
den Zusammenbau einer Handaufzugsuhr.
Zu sehen sind alle benötigten Teile und die Arbeitsschritte bis zur fertigen Uhr.
Diese Uhr ist eine Sonderbestellung eines Forumusers.
Materialpreis ca. 250€ komplett. Fangen wir mit der Arbeitsvorbereitung
an. Alle benötigten Teile & Werkzeuge griffbereit auf dem Arbeittisch
bereitlegen.
Teile:
Jetzt wechsele ich die Aufzugsräder aus. Hierzu mit einem Schraubendreher die Schrauben vorsichtig losdrehen. Das kleine Aufzugsrad hat ein gegen den Uhrzeiger Gewinde, das große ein mit dem Uhrzeiger Gewinde. Oder war es umgekehrt? Schrauben losdrehen, mit der Pinzette abheben, beiseite legen. Mit der Pinzette die Aufzugsräder abheben und gegen die Sonnenschliffräder austauschen. Schrauben mit der Pinzette wieder ins Gewinde setzten und mit dem Schraubendreher festziehen. Als nächstes kommt das Stundenrad ins Werk, dieses mit der Pinzette ins Werk auf die Welle setzten. Oben auf das Stundenrad kommt die Fittingscheibe Nun wird das Zifferblatt aufgesetzt. Vorher sind die beiden kleinen Schrauben im Werk loszuschrauben wo die Zifferblattfüße reinkommen und gehalten werden. Zifferblatt aufs Werk gesetzt. Das Werk mit dem Zifferblatt nun drehen und von der Werkansicht die kleinen Schrauben festziehen. Zum sauberen und präzisen Zeigersetzten benutze ich dieses Gerät hier Die Zeiger werden in die Einsätze gesetzt und dann mit der Vorrichtung nach unten auf die Sekundenwelle bzw. Stunden und Minutenwelle gesetzt Vor dem festdrücken des Stundenzeigers darauf achten das der Stundenzeiger und Minutenzeiger genau übereinander sitzen. Nach dem Zeigersetzten die Aufzugswelle ins Werk setzten und den korrekten lauf der Zeiger kontrollieren. Die Zeiger dürfen sich nicht berühren. Das fertige Werk mit Zifferblatt und Zeiger kann nun ins Gehäuse gesetzt werden. Verschraubte Krone losschrauben und den Glasboden entfernen, Dichtungen kontrollieren Ich kontrolliere vor dem Einbau – Einschalen, ob Fussel im Gehäuse oder Glas sind. Hierzu nutzte ich aus der Fototechnik ein Pinsel mit Blasebalg Nachdem alle Fertigungsrückstände, Fussel entfernt sind kann das Werk eingesetzt werden. Wenn das Werk sitzt die Welle einsetzen und das Werk mittig der Welle ausrichten. Die Werkhalteschrauben, wenn nötig die Werkhalter, ins Werk schrauben und innen im Gehäuse fixieren. Jetzt muss die Aufzugswelle gekürzt werden. Genaue länge abmessen und mit der Zange abknipsen. Mit einer Feile die gekürzte Welle glätten. Nun kommt die Krone auf die Welle geschraubt, hierzu hält man die Welle mit der Zange fest und schraubt die Krone fest auf die Welle, Welle mit Krone ins Gehäuse setzten und die kleine Schraube festziehen. Deckel auch auf Fertigungsrückstände oder Fussel kontrollieren, Werk auf Fussel kontrollieren, dann Deckel aufschrauben und die Bandanschlüsse montieren Die kleine Hülse kommt ins Band, hier werden dann die Bandstifte zusammengehalten und diese im Gehäuse verschraubt. Erst die obere Seite dann die untere Seite. Endkontrolle und einpacken Fertig Hoffe Euch damit einen kleinen Einblick geben zu können wie eine Uhr entsteht. Alles keine Hexerei Mich entspannt es und es ist mein Hobby. Wie bereits schon oft erzählt ich bin kein gelernter Uhrmacher. Viel gelesen, durch Kube gelernt erste Uhr mit Philipp gebaut und dann selber probiert. |
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